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The Trike Pages

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Einleitung

Vielleicht hat der Eine oder Andere schon einmal das Wort Trike gehört und sich die Frage gestellt, was ist ein Trike eigentlich?

Trike bezeichnet ersteinmal irgendeine Sache die genau drei Räder hat, nicht mehr und nicht weniger. Das Spektrum reicht dementsprechend vom bekannten Dreirad für kleine Kinder bis zum fliegenden Trike, einem Ultraleicht-Flugzeug eben mit drei Rädern.
Dementsprechend vielfältig ist die Trike-Landschaft. Es gibt eine nahezu unüberschaubare Masse an Gefährten die den Namen Trike tragen. An dieser Stelle möchte ich nur die bekanntesten Erwähnen.

Was ist ein Trike?

Zum einen gibt es da natürlich das kleine Trike mit Pedalen für Kinder und die Ausgaben für die Größeren als Abwandlungen vom Fahrrad (z.B. manche Liegeräder), wie gesagt einziges Kriterium für ein Trike sind drei Räder!
Als Weiterentwicklung dieser Fahrräder mit Muskelkraft gibt es ähnliche Versionen z.B. mit Elektromotoren für Behinderte. Diese Fahrzeuge eignen sich besonders für kurze Einkaufsfahrten. Mit Ihren Abmessungen können sie evtl. sogar durch den Supermarkt fahren.
Sehr verbreitet ist der Begriff Trike auch für manche fliegenden Gefährte. Umgebaute Drachen, sogenannte Ultraleicht-Flugzeuge werden oftmals Trike genannt. Diese Trikes gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und mit ziemlich vielen Fans.

Motorisierte Trikes für die Straße

Am bekanntesten (und ältesten) ist jedoch der Begriff Trike in einem anderen Zusammenhang. "Normalerweise" ist ein Trike eine Mischung aus Motorrad und Auto, bzw. ein Motorrad mit drei Rädern oder ein Auto mit drei Rädern, ganz wie man will.
Im Deutschen wird - passend zur Form - dieses Fahrzeug männlich benannt und das Flugzeug zur Unterscheidung weiblich. Das Trike ist dementsprechend normalerweise ein Ultralight-Flugzeug. Hingegen ist der Trike normalerweise ein gut motorisiertes Straßenfahrzeug. Im englischen gibt es diese Unterscheidung nicht, dort muß man hinzufügen über welche Art von Trikes man redet.
(Dafür kann man dort leicht unterscheiden ob es sich eher um ein Auto-Trike (meistens vorne 2 Räder) oder ein Motorrad-Trike (meistens hinten 2 Räder) handelt. Das eine Trike fährt (drive) man und das andere Trike reitet (ride) man.)

Entsprechend seiner Bekanntheit und seinem Verbreitungsgrad wollen wir uns nun mit den motorisierten Trikes der Straße beschäftigen und da vorallem mit denen, die vorne ein Rad haben.
Der Standarttyp besteht aus einem (Chopper-)Motorradvorderteil und einem VW-Käfer Hinterteil. Hierauf sitzen dann die verschiedensten Karosserien. Es gibt jedoch auch eine Vielzahl von selbstgebastelten anderen Varianten (z.B. mit Porsche- oder Alfa Romeo-Motor oder gar umgebaute Harleys, Yamahas usw.)
Schon 1493 konstruierte Leonardo Da Vinci ein dreirädriges Automobil, wenn auch nur auf dem Papier. Erst 1886 fertigte dann Karl Benz das erste reale Fahrzeug, das zugleich eines der ersten Automobile überhaupt war. In der folgenden Zeit dienten sie vorallem als Transportfahrzeuge und werden zu diesem Zweck in bereits langer Tradition gebaut.
(Trikes mit zwei Rädern vorne (und meist geschlossenen Karosserien) tauchten das erstemal in den 30er Jahren auf. Vorallem Morgans aus England sorgten hier für Furore.)
In der heute so beliebten Form (die wir auch oben geschildert haben) wurden die Trikes schließlich in Kalifornien (It never rains in...) in der Flower-Power-Zeit in den 60er/70er Jahren geboren. (Vorallem Wil-Mac, Deco und Stires sind hier zu nennen. Ein Film-Gag soll Pate gestanden haben.) Leider hatten sie dort jedoch wegen gesetzlichen Regelungen erstmal keine große Verbreitung gefunden. In Deutschland gelang es schließlich 1979 Dietrich Fecht sein erstes Trike, mit dem Segen des strengen deutschen TüV, auf die Straße zu bringen.

Trikes zum kaufen

Ab diesem Zeitpunkt gingen in Deutschland die Absatzzahlen stetig nach oben, jedoch nicht ohne das eine oder andere Herstelleropfer zu finden. 1991 gab es nur ca. 100 zugelassenen Trikes, 1992 ca. 1000 und 1993 schon 2000. Trotzdem verschwand Fecht nahezu spurlos und wurde von der Gewerbeaufsicht gesucht. (Nach einigen obskuren Aktionen hat nun einen ehemalige Mitarbeiterin von Dietrich Fecht wieder die Führung über Fecht/Eurotrike). Auch WK, ehemals mit 40% Marktanteil und einem speziellen Service für Behinderte, ging in Konkurs um nun unter der Führung einer Frau wieder an den Markt zu gehen.
Wie auch immer, Fachzeitschriften, Freundinnen von Motorradfahrern u.v.m. sind begeistert von den Trikes in ihren verschiedenen Ausführungen und ihrer Möglichkeit zur Individualität. Auch Bequemlichkeit, Lässigkeit und Sicherheit bestechen gegenüber dem herkömmlichen Motorrad.
Zu bekommen ist auf dem Trike-Markt fast alles. Von zurückhaltend- klassisch über schick-elegant bis hin zu protzig-beeindruckend gibt es alle Zwischenstufen und Kombinationen. Zudem bieten viele Trike-Hersteller Bausätze an, die sich stufenweise und nach dem persönlichen Geschmack zusammenstellen lassen. Ersparnisse von mehr als 6.000,-DM sind möglich.
Wenn wir schon beim Geld sind, die Kosten für ein Trike sind nicht gerade gering. Bausätze gibt es ab 7000,-DM (für den ersten minimalen Grundstock), fertige Fahrzeuge ab ca. 12.000,-DM. Der Mietpreis beträgt für gewöhnlich 150,- DM pro Tag.

Trike fahren

"Geiler als Harley" befand einst ein Tester einer bekannten Motorradzeitschrift. Wie auch immer, Trike fahren hat viel Vorteile. Zum einen gilt ein Trike meistens als Auto-Sonderfahrzeug und ist so oftmals von Helm und Gurtpflicht befreit. Auch schwere Lederkombis sind nicht unbedingt nötig, da ein Trike für gewöhnlich nicht umfallen kann. Die Fahrposition ist wie im Sofa, dank der langen Lehne bequemer und entspannter wie auf jedem gewöhnlichen Motorrad. Kurven nimmt das Trike wie ein Go-Kart und extrem flink.
Einziges Problem, man darf sein breites Hinterteil nicht vergessen. Außerdem sollte man die Kurven nicht zu flott nehmen. Das Trike fällt zwar nicht um und wird auch sonst kaum Probleme machen, allerdings ist man selbst nicht so stabil wie ein Trike. Im Schlimmstenfall fährt das Trike nahezu spurtreu weiter, der Fahrer hängt allerdings einen Meter daneben in der Luft.
Die Stabilität ist tatsächlich ein Hauptpunkt, Schotter oder welliger Belag einer Straße machen einem Trike lang nicht so viel zu schaffen wie jedem anderen Motorrad. Aber nie vergessen, an dem Motorradausblick hängt oftmals ein Porsche-breites Heck!

Trikes für jeden

Durch die Stabilität und die besondere Einstufung der Trikes kann sie fast jeder benutzen. In vielen Ländern genügt für ein Trike der Auto-Führerschein. Spezielle Konstruktionen und Modelle ermöglichen zudem auch Behinderten in den Genuß eines Motorradfeelings zu kommen. Von der totalen Handsteuerung über den leicht erreichbaren Kofferraum mit Platz für einen Rollstuhl ist alles möglich.
Wer weitere Fragen hat oder Lust auf ein Treffen hat, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen.
Über Kontakt zu Trikern freue ich mich besonders.

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